KULTURBUND WÖRLITZ

Zwei Vorträge zu Martin Luther am 13 März

WÖRLITZ. Am heutigen Montag, dem 13. März, halten Pfarrer Thomas Pfennigsdorf und Prof. Dr. Ernst-Joachim Waschke zwei Vorträge im Hotel „Landhaus Wörlitzer Hof“. Während Pfennigsdorf sich dem Thema „Luther in Wörlitz“ widmet, referiert der Gast aus Halle zu „Luther und die Juden“. Beide Redner folgen einer Einladung der Ortsgruppe des Kulturbunds. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. „Martin Luther war nach 1532 mehrfach in Wörlitz, hat in der Kirche St. Petri gepredigt und mit den Anhaltischen Fürsten verhandelt“, informierte Mitorganisator Dietrich Bungeroth. Daraufhin habe sich der Herzog von Sachsen genötigt gesehen, die Anhalter zu kritisieren, man solle nicht den Lügen Luthers folgen. Martin Luthers Äußerungen zum Judentum gehören zu den dunklen Seiten des Reformators. Auch wenn sich Luther in seinem „Antisemitismus“ kaum von anderen europäischen Geistesgrößen seiner Zeit unterschied, hätte er es auf Grund seines eigenen Bibelverständnisses besser wissen können. In Waschkes Vortrag wird versucht, diese Spannung aufzuzeigen, um selbst ein kritisches Verhältnis zum Umgang von Heiliger Schrift und Religion für die heutige Zeit zu gewinnen. Der Wörlitzer Kulturbund betrachtet diese Veranstaltung als seinen Beitrag zum Lutherjahr.