Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner kostet Kommune knapp 8.000 Euro

 

Besonders starker Befall wurde aus Vockerode gemeldet

 

ORANIENBAUM-WÖRLITZ. Im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner wird die Stadt Oranienbaum-Wörlitz in diesem Jahr knapp 8.000 Euro ausgeben. Das teilte Gabriele Busch, Mitarbeiterin des Ordnungsamtes, auf Anfrage mit. Meldungen über einen Befall hatten die Stadtverwaltung aus den Ortsteilen Vockerode, Riesigk und Rehsen erreicht. Weitere Hinweise waren von Mitarbeitern des Eigenbetriebs Kommunalservice Oranienbaum-Wörlitz gekommen.

 

Am stärksten vom Eichenprozessionsspinner befallen wurden Bäume im Bereich der früheren Gewächshausanlage (GWA) in Vockerode. Gabriele Busch nannte die Straßenzüge „Walderseeer Straße“, „An der A 9“ und „An der Elbaue“. Zudem wurde entlang des Kapenwegs ein Befall festgestellt. In Rehsen musste vor allem im Luch auf den Befall reagiert werden. Der Stadtverwaltung zufolge wurde im Areal der Ex-GWA mit Pflanzenschutzmittel gespritzt. „Ansonsten werden Nester abgesaugt“, informierte Gabriele Busch. Für 2018 werde ein Spritzen mit Pflanzenschutzmittel vorbereitet.

 

Aufgrund der Handlungsempfehlungen des Gesundheitsamtes des Landkreises Wittenberg, hieß es weiter, seien alle Eichen im Stadtgebiet, auf Sportplätzen sowie im Umfeld von Kindereinrichtungen kontrolliert worden. Bürgermeister Uwe Zimmermann (Linke) hat in einer vor der Veröffentlichung stehenden Bürgerinformation erklärt, dass „wohngebietsnah und auf stark frequentierten Flächen … bereits Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung durch die Verwaltung beauftragt und von ausgebildeten Fachfirmen durchgeführt“ worden sind.

 

Vorgesehen sei, weitere Maßnahmen „situationsbedingt“ zu veranlassen. Die Oranienbaum-Wörlitzer werden vor allem gebeten, befallene Flächen zu meiden, Raupen und Gespinste nicht zu berühren sowie nach dem Kontakt sofort die Bekleidung zu wechseln, zu duschen und die Augen gut mit Wasser auszuspülen. Die Verwaltung habe den Eichenbestand überprüft und die Vorkommen des Eichenprozessionsspinners dokumentiert.

 

„Gemeinsam mit Fachfirmen, weiteren betroffenen Grundstückseigentümern und den zuständigen Behörden werden wir Maßnahmen zur Eindämmung des Eichenprozessionsspinners beraten, festlegen und zeitnah entsprechend durchführen“, versicherte Uwe Zimmermann. Im Hauptausschuss hatte er gesagt, dass ein Besprühen der Insekten gegenwärtig nichts mehr bringe. Man müsse auf das aufwändige Absaugen zurückgreifen.

 

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling, dessen Raupen ab dem dritten Larvenstadium mikroskopisch kleine Brennhaare ausbilden. Diese Brennhaare können allergische Reaktionen bei Menschen auslösen.