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Neuigkeiten und Fakten

NACH UNFALL

Schwer verletzte Radfahrerin ist inzwischen verstorben

Staatsanwaltschaft prüft Ereignisse in Oranienbaum

ORANIENBAUM. Ein juristisches Nachspiel hat der Unfall am Nachmittag des 5. April in Oranienbaum, bei dem eine Radfahrerin schwer verletzt wurde. Aufgrund des Umstands, dass die 82 Jahre alte Frau inzwischen verstorben ist, prüft die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau nach dem Abschluss der polizeilichen Ermittlungen den Vorfall. „Es gibt ein dazu eingeleitetes Verfahren. Aber unsere Ermittlungen sind noch voll am Laufen. Wir sind noch nicht so weit, präzise Auskünfte geben zu können“, sagte Behördensprecher Frank Pieper.

Die Akten gelangten Anfang Mai zur Anklagebehörde. Gegenwärtig laute der Vorwurf auf Straßenverkehrsgefährdung, so der Staatsanwalt. Es werde jedoch untersucht, ob zwischen dem Unfall und dem Tod der Frau „ein kausaler Zusammenhang“ bestehe. Dann käme eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung in Frage. Eine solche Tat wird laut Strafgesetzbuch mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft. Die Frau war an dem Aprilnachmittag um 15.05 Uhr mit einem VW zusammengestoßen.

Nach den eigenen Angaben des 32-jährigen Fahrers war er in Oranienbaum auf der Leopoldstraße, aus Richtung Dessauer Straße kommend, in Richtung Marienstraße unterwegs. Plötzlich habe er die rechte Fahrbahnseite in Richtung Busbahnhof verlassen, wo er mit der betagten Radfahrerin zusammenprallte. „Die Frau kam in der Folge zu Fall und verletzte sich schwer. Sie wurde von Ersthelfern bis zum Eintreffen der Rettungskräfte versorgt, welche sie in ein Dessauer Krankenhaus brachten“, hieß es in der Pressemitteilung der Polizei.

ORDNUNGSAUSSCHUSS

Neuer Entwurf der Baumschutzsatzung im Zentrum des Treffens

 

ORANIENBAUM-WÖRLITZ. Der neue Entwurf für eine Baumschutzsatzung der Stadt Oranienbaum-Wörlitz steht am heutigen Dienstag, dem 11. Juli, auf der Tagesordnung des Ordnungsausschusses. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Versammlungsraum des Gemeindehauses in Gohrau, Kreisstraße 7.

ECKDATEN

Submission und Vergaben für Bahnhof- und Schulstraße rücken näher

ORANIENBAUM-WÖRLITZ. Für die Investitionsprojekte in Wörlitz (Ausbau der Bahnhofstraße) und Vockerode (Ausbau der Schulstraße) stehen die nächsten Eckdaten fest. Am 25. Juli sollen die für beide Vorhaben im Rahmen der Ausschreibung eingegangenen Angebote geöffnet und verlesen werden. Mit der Vergabe der Aufträge will sich der Stadtrat Oranienbaum-Wörlitz dann am 22. August beschäftigen. Die Abfolge der Termine ist jetzt von Bauamtsleiter Ronald Seebert im Ratsgremium bestätigt worden.

KRAFTSPORT

Sechs Medaillen für sechs Hellas-Starter in Klötze

 

ORANIENBAUM-WÖRLITZ. Die sechs Starter der Abteilung Kraftsport/Fitness des Oranienbaumer SV Hellas 09, die bei den Landesmeisterschaften im Bankdrücken in Klötze ihre Visitenkarte abgaben, sind mit vier ersten und zwei zweiten Plätzen aus dem Norden Sachsen-Anhalts zurückgekehrt. In der Altersklasse der B-Jugendlichen kletterten Henning Daniel (Klasse bis 74 Kilogramm Körpergewicht), Christopher Frank (bis 93 Kilogramm) und Justin Wiban (bis 120 Kilogramm) auf das oberste Podest. Das Trio bewältigte – in der Reihenfolge der Genannten – 85, 80 und 105 Kilogramm. Henning Daniel wurde zudem Relativsieger. Bei den Junioren (bis 120 Kilogramm) heimste David Fuchs mit 157,5 Kilogramm ebenfalls Gold ein. Silber errang der A-Jugendliche Erik Wildgrube (bis 74 Kilogramm) mit 85 Kilogramm. Abteilungsleiter Frank Schulze, der neben Thomas Krümmling auch als Betreuer fungierte, eroberte in der Altersklasse II (bis 105 Kilogramm) den Vize-Titel mit 127,5 Kilogramm. Nach dem Wettkampf herrschte im Hellas-Lager Grund zur Freude. Mit ihren Leistungen qualifizierten sich alle fünf Nachwuchsakteure für die Deutschen Meisterschaften. Schulze bewies sich in Klötze nach einer Verletzungsunterbrechung. Ohne Ausrüstung teilnehmend, sieht er bei sich ein Steigerungspotenzial von mindestens 30 Kilogramm. „Mit Ausrüstung habe ich noch nicht probiert, aber auch da dürften 50 Kilogramm Leistung fehlen“, sagte der Wörlitzer, der von einer „super Teamleistung“ sprach.

KRAFTSPORT

Hellenen entsenden ein Sextett nach Klötze

ORANIENBAUM-WÖRLITZ. Die Abteilung Kraftsport/Fitness beim
Oranienbaumer SV Hellas 09 entsendet am Sonnabend, dem 8. Juli, ein
aussichtsreiches Sextett nach Klötze. Dort findet in diesem Jahr
die Landesmeisterschaft im Bankdrücken statt. Am stärksten
vertreten ist die Jugend-Riege der Hellenen. Laut derzeitigem Stand
gehen Henning Daniel, Justin Wiban, Christopher Frank und Erik
Wildgrube an den Start. Bei den Junioren will sich David Fuchs
beweisen. Abteilungschef Frank Schulze misst sich in der
Altersklasse II mit der Konkurrenz. Seiner Einschätzung nach könnte
es dem Jugend-Quartett gelingen, komplett ganz oben zu stehen.
Ähnlich verhalte es sich mit Junior Fuchs. Nur für sich selbst will
Schulze nicht so euphorisch sein. „Bei mir ist es der erste
Wettkampf nach der Verletzung, da wird es noch nicht so gut
laufen“, gibt er sich verhalten.

STIPPVISITE

Wörlitzer Trio verabschiedete Braunschweigs Feuerwehr-Chef

Wolfgang Schulz war 2002 einer der Retter des Gartenreichs

WÖRLITZ/BRAUNSCHWEIG. Für die Stadt Wörlitz haben die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Erika Miertsch (CDU) sowie die beiden Feuerwehrmänner Bernd Dahlmann und David Spindley an der feierlichen Verabschiedung des Braunschweiger Stadtwehrleiters Wolfgang Schulz teilgenommen. Das Trio aus Anhalt reiste aus gutem Grund nach Niedersachsen. Schulz gehörte vor knapp 15 Jahren zu den Hauptakteuren im Kampf gegen die sogenannte „Jahrhundertflut“. Daran erinnerte auch Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD) in seinem emotionalen Rückblick. Großeinsätze bei Hochwassern hätten Wolfgang Schulz mehrfach an die Elbe geführt, sagte Markurth. Eines seiner größten „Feuerwehrerlebnisse“ sei aber sicherlich die Rettung des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs vom 17. bis 27. August 2002 gewesen.

„Elf Tage lang waren Feuerwehr-Einsatzkräfte in Bereitschaftsstärke – sowohl der Freiwilligen Feuerwehr, als auch der Berufsfeuerwehr – in Wörlitz stationiert. Zusammen mit vielen Führungskräften unserer Feuerwehr haben Sie bis zu 3.000 Einsatzkräfte, die selbst aus Bayern angereist waren, aus dem Einsatzleitwagen heraus geführt. Dieser Einsatz zur Rettung eines ansonsten unwiederbringlich verlorenen Kulturgutes war von herausragender Bedeutung. Jeder von ihnen, der schon einmal in Wörlitz war, kann das nachvollziehen“, sagte der Oberbürgermeister. „Und denjenigen, die das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bisher noch nicht kennen, lege ich es wirklich ans Herz: Sie sollten es kennenlernen.“

Ulrich Markurth strich in dem Zusammenhang heraus, dass Schulz für diesen Einsatz die Hochwasser-Medaille 2002 des Landes Sachsen-Anhalt sowie 2013 die Fluthelfernadel des Landes Sachsen-Anhalt verliehen wurde. Denn 2013 sei erneut „so ein Hochwasserjahr“ gewesen, in dem der Braunschweiger Stadtwehrleiter mit seinen Mitstreitern – nun vor allem in Magdeburg – gefordert war. Im unermüdlichen Einsatz – bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit – seien in dem Frühsommer tagelang Deiche gesichert, Keller leer gepumpt und Eingeschlossene aus ihren Häusern gerettet worden. Erika Miertsch sprach von einer sehr bewegenden Veranstaltung anlässlich des altersbedingten Ausscheidens von Wolfgang Schulz aus dem Ehrenbeamtenverhältnis.

MENSCH UND NATUR

Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner kostet Kommune knapp 8.000 Euro

 

Besonders starker Befall wurde aus Vockerode gemeldet

 

ORANIENBAUM-WÖRLITZ. Im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner wird die Stadt Oranienbaum-Wörlitz in diesem Jahr knapp 8.000 Euro ausgeben. Das teilte Gabriele Busch, Mitarbeiterin des Ordnungsamtes, auf Anfrage mit. Meldungen über einen Befall hatten die Stadtverwaltung aus den Ortsteilen Vockerode, Riesigk und Rehsen erreicht. Weitere Hinweise waren von Mitarbeitern des Eigenbetriebs Kommunalservice Oranienbaum-Wörlitz gekommen.

 

Am stärksten vom Eichenprozessionsspinner befallen wurden Bäume im Bereich der früheren Gewächshausanlage (GWA) in Vockerode. Gabriele Busch nannte die Straßenzüge „Walderseeer Straße“, „An der A 9“ und „An der Elbaue“. Zudem wurde entlang des Kapenwegs ein Befall festgestellt. In Rehsen musste vor allem im Luch auf den Befall reagiert werden. Der Stadtverwaltung zufolge wurde im Areal der Ex-GWA mit Pflanzenschutzmittel gespritzt. „Ansonsten werden Nester abgesaugt“, informierte Gabriele Busch. Für 2018 werde ein Spritzen mit Pflanzenschutzmittel vorbereitet.

 

Aufgrund der Handlungsempfehlungen des Gesundheitsamtes des Landkreises Wittenberg, hieß es weiter, seien alle Eichen im Stadtgebiet, auf Sportplätzen sowie im Umfeld von Kindereinrichtungen kontrolliert worden. Bürgermeister Uwe Zimmermann (Linke) hat in einer vor der Veröffentlichung stehenden Bürgerinformation erklärt, dass „wohngebietsnah und auf stark frequentierten Flächen … bereits Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung durch die Verwaltung beauftragt und von ausgebildeten Fachfirmen durchgeführt“ worden sind.

 

Vorgesehen sei, weitere Maßnahmen „situationsbedingt“ zu veranlassen. Die Oranienbaum-Wörlitzer werden vor allem gebeten, befallene Flächen zu meiden, Raupen und Gespinste nicht zu berühren sowie nach dem Kontakt sofort die Bekleidung zu wechseln, zu duschen und die Augen gut mit Wasser auszuspülen. Die Verwaltung habe den Eichenbestand überprüft und die Vorkommen des Eichenprozessionsspinners dokumentiert.

 

„Gemeinsam mit Fachfirmen, weiteren betroffenen Grundstückseigentümern und den zuständigen Behörden werden wir Maßnahmen zur Eindämmung des Eichenprozessionsspinners beraten, festlegen und zeitnah entsprechend durchführen“, versicherte Uwe Zimmermann. Im Hauptausschuss hatte er gesagt, dass ein Besprühen der Insekten gegenwärtig nichts mehr bringe. Man müsse auf das aufwändige Absaugen zurückgreifen.

 

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling, dessen Raupen ab dem dritten Larvenstadium mikroskopisch kleine Brennhaare ausbilden. Diese Brennhaare können allergische Reaktionen bei Menschen auslösen.

KOMMUNALPOLITIK

Stadträte entscheiden intern über Leitungspositionen

 

ORANIENBAUM-WÖRLITZ. Die Oranienbaum-Wörlitzer Stadträte treffen sich heute Abend. Befassen wollen sie sich mit einem Grundsatzbeschluss zur Umwandlung des Eigenbetriebs Kommunalservice Oranienbaum-Wörlitz. Darüber wird öffentlich debattiert. Ausgeschlossen ist hingegen die Öffentlichkeit bei der Abstimmung zur Neubesetzung der Stelle des Ordnungsamtsleiters. Auch wer demnächst die Leitungsposition in der Kakauer Kita „Sonnenblume“ neu übernimmt, wird intern entschieden. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Depot der Oranienbaumer Feuerwehr, Wittenberger Straße 40.

SCHWIERIGKEITEN

Spielgeräte sollten längst sicher stehen

In Vockerode herrscht Verärgerung über Zeitverzug

VOCKERODE. „Ich bin zuversichtlich, dass das Problem zügig aus der Welt geschafft wird. Da hängt eine Menge ehrenamtliche Arbeit dran“, sagt Maik Strömer (CDU), Vorsitzender des Oranienbaum-Wörlitzer Stadtrats. Das Problem, das er meint, ist in Vockerode angesiedelt. Dort muss sich die von mehreren Eltern getragene Spielplatz-Initiative schon seit längerer Zeit tüchtig in Geduld üben. Obwohl inzwischen weitere Spielgeräte für das Areal westlich der ehemaligen Grundschule angeschafft werden konnten – finanziert vom nach einem Online-Voting gewonnenen 1.000-Euro-Preisgeld des Getränkeproduzenten Fanta -, lässt deren Aufstellung auf sich warten.

Die erforderlichen Fundamente sind ungeachtet vorheriger Absprachen nicht angelegt worden. Jetzt hat Ilka Schulz-Steinbrück, eine der Vertreterinnen der Spielplatz-Initiative, von Bürgermeister Uwe Zimmermann (Linke) den Tipp erhalten, sich direkt an Waldemar Heinze zu wenden. Der Leiter des Eigenbetriebs Kommunalservice Oranienbaum-Wörlitz sei über den Sachverhalt informiert. Positioniert und sicher im Erdreich verankert werden sollen zwei Wipp-Tiere und ein Fußballtor. Im Ortsteil angekommen sind die Geräte bereits in diesem Februar. „Im April, so war der auch mit dem Bauamt verabredete Plan, sollten sie dann stehen“, berichtet Schulz-Steinbrück.

Weil aber über Wochen hinweg nichts passierte, wurden die Neuerwerbungen bei den Eltern ihrer Mitstreiterin Nina Kokoschko-Höhne untergestellt. Diese vorrübergehende Entscheidung, gibt Ilka Schulz-Steinbrück zu, sorgte in Teilen von Vockerode schon für böses Blut. „Mancher argwöhnte, wir würden die Dinge nun privat nutzen wollen.“ Das sei kein schöner Vorwurf. Dabei könne die Spielplatz-Initiative wahrlich nichts für die Verzögerungen. „Aber wir haben uns in der Vergangenheit um so viele Sachen gekümmert, da wollten wir nicht wegen eines weiteren Arbeitseinsatzes betteln.“ Andererseits sei nachvollziehbar, dass Fanta das bloße Vorhandensein der Geräte nicht genüge. „Die wollen dokumentiert sehen, dass die Wipp-Tiere und das Tor auf dem öffentlichen Spielplatz stehen.“

Die Spielplatz-Initiative wählte den Gang an die Öffentlichkeit, weil sie außerdem befürchtet, dass Fanta irgendwann Geld zurückfordert. Dass Uwe Zimmermann die Auffassung vertritt, man werde eine Lösung für den Betrag finden, der womöglich bei Fanta verloren gehe, stößt auf Verwunderung. „Hat es die Stadt denn wirklich so dicke?“ fragt Ilka Schulz-Steinbrück. Auch das Argument, die Verwaltung habe keinen Ansprechpartner gehabt – Nina Kokoschko-Höhne nahm eine Kur wahr -, lässt sie nicht gelten. Ähnlich wie Vockerodes Ortsbürgermeisterin Renate Luckmann (SPD), von der zu hören war: „Ich bin immer erreichbar.“ Kokoschko-Höhne selbst hatte dem Bürgermeister vor ihrer Abreise fünf Ansprechpartnerinnen genannt.

Generell streute sich das Stadtoberhaupt jedoch Asche aufs Haupt. „Die Kritik ist nicht ganz unbegründet“, meinte Zimmermann im Hauptausschuss. In einer Mail an Schulz-Steinbrück machte er geltend, dass man es leider im Augenblick nicht schaffe, „die zeitlichen Abläufe so zu gestalten, dass alle Arbeiten fristgerecht erledigt werden können“. Ihm zufolge widmete sich der Eigenbetrieb, dessen personelle Situation „im Augenblick“ eine schnellere Abarbeitung der Aufgaben nicht zulasse, zunächst der Aufstellung von Geräten in Nachbarschaft der Wörlitzer Kita „Villa Sonnenschein“.

„Das Geld dafür wurde ebenfalls über die Fanta-Spielplatzinitiative gewonnen“, teilte Zimmermann mit. Allerdings habe in Wörlitz, wo sich zu seinem Bedauern die Standortsuche respektive die Einzäunung des Standortes verzögerten, tatsächlich die Rückforderung des bereits gezahlten Teilbetrages gedroht. „Die Aufstellung in Vockerode wird schnellstmöglich nachgeholt“, fügte er hinzu. Ilka Schulz-Steinbrück versichert jedenfalls, schnell mit dem Kommunalservice-Chef in Kontakt zu kommen. Ein bisschen hat sie aber das Gefühl, dass sich der Bürgermeister die Verantwortung „vom Hals halten“ will.

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